The Secret of Monkey Island: Sprachausgabe nachrüsten

Ich habe ja mal von der Neuauflage von The Secret of Monkey Island berichtet – es sind zwar ein paar Jährchen verstrichen, bis ich mich ambitioniert um das Spiel gekümmert habe, aber immerhin.

Einziger Wermutstropfen: Man bekommt die Neuauflage entweder mit Sprachausgabe oder mit Retro-Grafik samt Texteinblendungen zum Mitlesen. Abhilfe schafft der Monkey Island Ultimate Talkie Edition Builder. Die Idee dahinter: Sprachausgabe aus dem Remake extrahieren, mit der Retro-Grafik aus dem Original kombinieren und als Ergebnis eine „Talkie“-Variante für ScummVM kreieren!

Zutaten

Zunächst muss die Special Edition von Monkey Island installiert sein. Dann besorgt man sich den Konverter auf der Projektseite (ein DOS-Batchskript), sowie die Datei xWMAEncode.exe (gibt’s ebenfalls auf der Projektseite).

Zubereitung

Vorweg: Augenscheinlich muss der einmalige Konvertier-Vorgang unter Windows durchgeführt werden, jedenfalls lief es mit Wine bei mir nicht so recht – die virtuelle Maschine tut es natürlich auch, die Performance ist aber eher mau (die Sounds werden wahlweise zu OGG oder FLAC konvertiert, da ist Prozessorleistung gefordert).

Die Anleitung auf der Internetseite geht ansonsten auf alle wesentlichen Punkte ein. Stolperstein für mich war lediglich, dass ich das bat-File von einer Kommandozeile mit Administrator-Rechten aus starten musste (ansonsten trat ein Fehler bzgl. BSPATCH.EXE auf).

Dann läuft das Skript: Auf gängigen Rechnern dauert es wohl so 15 bis 30 Minuten; meine schwachbrüstige virtuellen Maschine hat sich allerdings rund zwei Stunden Zeit genommen – vor allem der oben beschriebene Komprimiervorgang für die Sound-Files hat hier Zeit gekostet. Aber dann:

Genießen!

ScummVM starten, Monkey Island hinzufügen und schon kann’s losgehen – das klappt übrigens auf allen Plattformen, auf denen ScummVM läuft. Selbst, wenn man für den Konvertiervorgang einmal Windows gebootet hat, lässt sich das Ergebnis also in der gewohnten Umgebung zocken.

Die Original-Spieldaten werden dabei übrigens nicht beschädigt, also kann man bei Bedarf auch weiter per Steam spielen. Aber wer will das schon.

¹ Quelle

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~andwil

Geek aus Kiel. Tobt sich hier vor allem über den Open-Source-Kosmos im Allgemeinen (und Linux im Speziellen) sowie Heavy Metal aus.