Syntax-Highlighting mit Nano

Vielleicht lebe ich total hinterm Mond, aber gerade eben erst habe ich gelesen, dass Nano automatische Syntax-Hervorhebung beherrscht.

nano ist ein einfacher Texteditor für die Konsole und recht intuitiv bedienbar.

Hervorhebung aktivieren

Zunächst muss sichergestellt werden, dass Definitionsdateien für verschiedene Code-Schemata (XML, CSS, etc.) vorhanden sind. Bei Arch Linux liegen die unter /usr/share/nano/:

$ ls /usr/share/nano/
asm.nanorc      groff.nanorc     nanorc.nanorc  ruby.nanorc
awk.nanorc      html.nanorc      objc.nanorc    sh.nanorc
cmake.nanorc    java.nanorc      ocaml.nanorc   tcl.nanorc
c.nanorc        makefile.nanorc  patch.nanorc   tex.nanorc
css.nanorc      man-html         perl.nanorc    xml.nanorc
debian.nanorc   man.nanorc       php.nanorc
fortran.nanorc  mgp.nanorc       pov.nanorc
gentoo.nanorc   mutt.nanorc      python.nanorc

Um diese beim Start automatisch zu verwenden, benötigt man eine nano-Konfigurationsdatei. Für einzelne Nutzer wäre das ~/.nanorc, für alle Nutzer entsprechend /etc/nanorc.

Für jede Syntax muss in dieser Datei eine Zeile wie die folgenden auftauchen:

include "/usr/share/nano/css.nanorc"
include "/usr/share/nano/html.nanorc"
include "/usr/share/nano/php.nanorc"

Benutzung

Die Hervorhebung ist automatisch beim Start von Nano aktiviert, wenn eine Datei entsprechend erkannt wird.

Temporär abschalten lässt sie sich mit Alt + Y oder durch Aufrufen per nano -Y none [Datei] – dies ist bei großen Dateien u.U. von Vorteil. Um eine Art der Hervorhebung zu erzwingen, startet man Nano mit nano -Y [Schema] [Datei], also etwa nano -Y xml newsfeed.rss.

Das Highlighting ist nicht ganz perfekt – dafür muss man wohl auf Alleskönner wie vim ausweichen – aber für die meisten Zwecke ist es anscheinend ganz brauchbar.

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~andwil

Geek aus Kiel. tobt sich hier vor allem über den Open-Source-Kosmos im Allgemeinen (und Linux im Speziellen) sowie Heavy Metal aus.