Rollenspiel-Film „The Gamers“

GM: You’re gonna back­stab him with a bal­lista?

P1: Uh-huh.

GM: With a fucking siege weapon?

P1: Uh huh.

GM: OK. There’s got to be a rule against this.

Es ist mir völlig schlei­er­haft, wie mir der gran­diose Rol­len­spiel-Film The Gamers seit seinem Erschei­nen 2002 ver­bor­gen blei­ben konnte.

Die Low-Budget-Pro­duk­tion zeigt einen ganz nor­ma­len Pen&Paper-Spielabend einer stu­den­ti­schen Spiel­gruppe. Dabei wird abwech­selnd die reale Spiel­gruppe und die ver­kör­per­ten Helden in der Fan­ta­sy­welt gezeigt. Wür­fel­glück und –Patzer, Regel­beu­gung bis zum Äußers­ten, denk­bar dumme Hand­lun­gen und ein Spie­ler, der lieber Zeit mit seiner Freun­din ver­bringt, als mit den werten Mit­spie­lern – Szenen, die jeder Rol­len­spie­ler kennt. Mit diesen ein­fa­chen Zuta­ten konnte Dead Gen­tle­men Pro­duc­tions eine derart gelun­gene Par­odie auf­zie­hen, dass man über die schreck­li­che 2002-Style Video­kom­pres­sion pro­blem­los hin­weg­se­hen kann.

Und das Beste: Der ganze Schpass kann in fünf hand­li­chen Teilen kom­plett auf YouTube bestaunt werden. Wer auf den Humor von John Cova­lics Dork Tower oder Munch­kin steht, kommt hier voll auf seinen Kosten.

Den Nach­fol­ger Dorkness Rising (2008) hab ich mir noch nicht ange­se­hen, kann aber auch online geschaut werden.

So, genug geschrie­ben. Angu­cken! Ganz großes Kino. Mich erwar­tet nun meine neue Meis­ter der Magie“-Runde – das ist ein freies Rol­len­spiel (CC-Lizenz!), über das ich sicher­lich die Tage[TM] noch schrei­ben werde.

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