Reingehört VIII

Na, komm – bevor der Juni ganz ohne Blog-Posts vorübergeht gibt’s hier jetzt wenigstens ein neues Reingehört.

Screamer – Adrenaline Distractions

(Album, 2011)

Los geht’s mit den Schweden SCREAMER. Auf dem letzten Headbangers Open Air kam ich leider zu spät, um noch ‘ne CD abzugreifen – dementsprechend lang stand „Adrenaline Distractions“ schon auf meiner Einkaufsliste.

Es wird eingängig rockender Heavy Metal geboten, doch ich muss zugeben, dass ich ein paar Durchläufe gebraucht habe, um mir den Charme des HOA-Gigs wieder in Erinnerung bringen zu können. Dennoch: Songs wie Rock Bottom, Screamer und die Suff-Hymne All Over Again sind genau so einfach gestrickt wie überzeugend: Flottes Riffing, eingängige Refrains, kein Schnick-Schnack – fantastisch!

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Skull Fist – Chasing the Dream

(Album, 2014)

In die gleiche Kerbe wie SCREAMER schlagen auch SKULL FIST, die mit „Chasing the Dream“ dieses Jahr ihr zweites Album vorgelegt haben. Im Vergleich zum Vorgänger tönt man eine Spur melodischer, hilft allerdings mit großzügigem Auto-Tuning nach – Vergleiche mit Cher und Lady Gaga liegen da schmerzhaft nahe.

Doch auch wenn die Kanadier die Klasse des Vorgängers hier nicht erreichen, bietet „Chasing the Dream“ 36 Minuten gute Unterhaltung. Bonuspunkte gibt es außerdem dafür, den beinahe-tödlichen Skateboard-Unfall von Sänger Jackie Slaughter als Intro zu Mean Street Rider zu verwursten.

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X-Wild – Monster Effect

(Album, 1995)

Zeit für teutonischen Heavy Metal! X-Wild entstand Anfang der 1990er durch meuternde RUNNING-WILD-Mitglieder. Ohne Rock’n‘Rolf spielte Quartett den typischen RUNNING-WILD-Sound weiter und hatte mit Frank Knight meines Erachtens sogar den stärkeren Sänger an Bord – Vergleiche zu den letzten beiden ACCEPT-Scheiben liegen da besonders nahe.

Ohne eigene Markenzeichen fällt es allerdings schwer, X-WILD als wirklich ambitionierte Band wahrzunehmen, auch wenn im Detail gewisse Stärken gegenüber Rolfs Kapelle auszumachen sind. Dennoch: Nach gerade mal drei Alben war 1996 wieder Schluss. Übrig bleibt das Vermächtnis einiger amtlicher Heavy-Metal-Stampfer, die sich der geneigte Teutone auch heute noch gut geben kann.

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~andwil

Geek aus Kiel. tobt sich hier vor allem über den Open-Source-Kosmos im Allgemeinen (und Linux im Speziellen) sowie Heavy Metal aus.