Kartographieren für OpenStreetMap

Open­Street­Map ist ein Pro­jekt, das freie Geo-Daten sam­melt, aus denen Welt­kar­ten geren­dert werden. Auf diese Weise ent­steht umfas­sen­des und detail­rei­ches freies Kar­ten­ma­te­rial und wie im Wiki-Prin­zip darf jeder mit­ar­bei­ten und Daten hin­zu­fü­gen oder ver­än­dern. Das Mate­rial steht anschlie­ßend jedem gemäß CC-BY-SA–Lizenz zur Ver­fü­gung – Grund genug, Google Maps mal links liegen zu lassen, oder?

Grund­lage für Open­Street­Map sind über­wie­gend GPS-Tracks – also Auf­zeich­nun­gen, die man unter­wegs mit seinem GPS-Emp­fän­ger macht. Das Gerät pro­to­kol­liert dafür u.a. seine Posi­tion auf dem Globus zu ver­schie­de­nen Zeit­punk­ten, woraus sich anschlie­ßend etwa Stra­ßen­ver­läufe nach­voll­zie­hen lassen.

Animation: Vom GPS-Track, zur abstrahierten Datensammlung, zur fertig gerenderten Landkarte
Vom GPS-Track, zur abs­tra­hier­ten Daten­samm­lung, zur fertig geren­der­ten Land­karte

Da ich zum Geo­cachen natur­ge­mäß einen GPS-Emp­fän­ger bei mir habe und eini­ger­ma­ßen viel durch die hie­sige Pampa radel, wollte ich mich also mal daran machen, das Spa­ßige mit dem Nütz­li­chen zu ver­bin­den und ein paar Schleich­wege zu pro­to­kol­lie­ren, die OSM noch nicht kennt (Google Maps übri­gens auch nicht).

Man berei­tet also seine Hard­ware fürs Tracking vor und bewegt sich ein­fach ent­lang des Weges, den man auf­zeich­nen will. Denk­bar ein­fach also. Die unge­müt­li­chere Arbeit erfolgt anschlie­ßend am hei­mi­schen Rech­ner, näm­lich das Ablei­ten von Stra­ßen, Wegen usw. anhand der Tracks. Das ist nicht son­der­lich kniff­lig, erfor­dert aber etwas Geduld. Das OSM-Wiki ist dabei eine große Hilfe.

Ich will gar nicht weiter auf die tro­ckene Theo­rie ein­ge­hen, die ist im genann­ten Wiki bereits gut doku­men­tiert. Worauf ich hinaus will: Ges­tern mittag habe ich meinen ersten Track hoch­ge­la­den und mit dessen Hilfe zwei beliebte Spa­zier­wege ein­ge­tra­gen. Ges­tern Abend waren sie bereits in der Haupt­karte von Open­Street­Map für jeden Benut­zer zu sehen.

Da ich zum Geo­cachen selbst gele­gent­lich auf Open­Street­Map-Mate­rial zurück­greife, konnte ich nun dem Pro­jekt ein wenig zurück­ge­ben. Da es sogar ziem­lich Spaß macht, werde ich wohl weiter mit­ar­bei­ten und finde es fast ein wenig schade, dass meine direkte Umge­bung bereits außer­or­dent­lich gut bei Open­Street­Map kar­to­gra­phiert ist. ;-)

Web­links:

  • Wiki­pe­dia über Open­Street­Map
  • Direk­ter Ver­gleich von Open­Street­Map- und Goo­gle­Maps-Kar­ten­ma­te­rial\ (Tranz­pa­renz-Regler ganz links: Google Maps; Tranz­pa­renz-Regler ganz rechts: Open­Street­Map)
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~andwil

Geek aus Kiel. tobt sich hier vor allem über den Open-Source-Kosmos im Allgemeinen (und Linux im Speziellen) sowie Heavy Metal aus.