Kartographieren für OpenStreetMap

16. Mai 2010 | #openstreetmap #geocaching #foss #gps

OpenStreetMap ist ein Projekt, das freie Geo-Daten sammelt, um –unter anderem – Weltkarten damit zu generieren. Auf diese Weise entsteht umfassendes und detailreiches freies Kartenmaterial und wie im Wiki-Prinzip darf jeder mitarbeiten und Daten hinzufügen oder verändern. Das Material steht anschließend jedem gemäß CC-BY-SA-Lizenz zur Verfügung.-Grund genug, Google Maps mal links liegen zu lassen, oder?

Grundlage für OpenStreetMap sind überwiegend GPS-Tracks, also Aufzeichnungen, die man unterwegs mit seinem GPS-Empfänger macht. Das Gerät protokolliert zu jedem Zeitpunkt die aktuelle Position auf dem Globus. Geht oder fährt man nun einen Weg entlang, lässt sich anhand der gespeicherten Abfolge von Koordinaten der Wegverlauf nachvollziehen.

Animation: Vom GPS-Track, zur abstrahierten Datensammlung, zur fertig gerenderten Landkarte

Vom GPS-Track, zur abstrahierten Datensammlung, zur fertig gerenderten Landkarte

Da ich zum Geocachen naturgemäß einen GPS-Empfänger bei mir habe und einigermaßen viel durch die hiesige Pampa radel, wollte ich mich also mal daran machen, das Spaßige mit dem Nützlichen zu verbinden und ein paar Schleichwege zu protokollieren, die OSM noch nicht kennt (Google Maps übrigens auch nicht).

Die ungemütlichere Arbeit (je nach Sichtweise) erfolgt später am heimischen Computer: nämlich das Ableiten von Straßen und Wegen anhand der GPS-Tracks unter Verwendung eines Programms wie JOSM oder einer browserbasierten Alternative. Das ist nicht sonderlich knifflig, erfordert aber etwas Geduld. Das OSM-Wiki ist dabei eine große Hilfe.

Ich will gar nicht weiter auf die trockene Theorie eingehen, die ist im genannten Wiki bereits gut dokumentiert. Worauf ich hinaus will: Gestern mittag habe ich meinen ersten Track hochgeladen und mit dessen Hilfe zwei beliebte Spazierwege eingetragen. Gestern Abend waren sie bereits in der Hauptkarte von OpenStreetMap für jeden Benutzer zu sehen.

Da ich zum Geocachen selbst gelegentlich auf OpenStreetMap-Material zurückgreife, konnte ich nun dem Projekt ein wenig zurückgeben. Da es sogar ziemlich Spaß macht, werde ich wohl weiter mitarbeiten und finde es fast ein wenig schade, dass meine direkte Umgebung bereits außerordentlich gut bei OpenStreetMap kartographiert ist. ;-)

Weblinks:

  • Wikipedia über OpenStreetMap
  • Direkter Vergleich von OpenStreetMap- und GoogleMaps-Kartenmaterial (Tranzparenz-Regler ganz links: Google Maps; Tranzparenz-Regler ganz rechts: OpenStreetMap)

(Titelfoto von Annie Spratt auf Unsplash)