Headbanger's Open Air 2015

Jawoll, Ende Juli war es mal wieder so weit: Das HOA lockte Kutten- und Spandex-Träger aus aller Welt in die holsteinische Provinz.

Nachdem ich mir letztes Jahr den Bericht in Ermangelung konkreter Konzert-Erinnerungen verkniffen habe *hust*, soll es nun aber wieder einen geben. Vorweg: Es war wie immer groß und trotz reichlich Party kann ich sogar von einigen Bands berichten.

Bands

Wie gewohnt kurz, knapp und rein subjektiv:

  • Hürlement sind ungefähr die coolsten Franzosen der Welt. Großartiger Heavy Metal, großartige Stimmung. Gerne wieder.
  • Exumer müssen nicht groß vorgestellt werden. Dass die überschaubare Diskographie wenig Überraschungen hergibt, wurde durch phantastische Spielfreude geschickt kaschiert. Gewaltige Party und ein Genuss, die Songs aus meinem Geburtstagsjahr zum ersten Mal live zu hören!
  • D:A:D nur kurz aus der Ferne gesehen. Konnte mich nicht so recht mitreißen, was aber wohl eher meinem Geschmack denn der Show zuzurechen war
  • Hirax waren für mich der Abräumer des Festivals. Wahnsinnsstimmung vor und auf der Bühne, das kalifornische Quartett sollte man gesehen haben.
  • Blitzkrieg nur kurz gesehen. Anständig, aber nicht ganz mein Ding.
  • Iron Angel haben ihr Material ebenfalls sehr solide unter die Leute gebracht. Mir war’s ne Ecke zu eintönig und Sänger Dirk Schröder hätte etwas mehr singen als sabbeln können.
  • Striker haben mit ihrem unbekümmerten Party-Heavy-Metal ein riesen Fass aufgemacht und wurden dafür gebührend abgefeiert. Ganz großer Auftritt!
  • Rock Godess sahen aus der Ferne ohne Brille betrachtet auf jeden ganz anständig aus. Der räudige Rock’n‘Roll klang etwas beliebig, hat aber auch Spaß gemacht.
  • Stormwitch sind schon auf Platte eher was für Fans. Mit einem Koffer voll Rüschenhemden und Mid- bis Low-Tempo-Nummern konnte man weite Teile des Publikums jedenfalls nicht so recht fesseln. Vielleicht doch eine Nummer zu soft für das HOA.
  • Satan hatten Dank eines Unwetters Probleme mit ihrem Flug. So wurde ihr Gig zunächst ganz ans Ende des Abends verschoben, doch auch hierfür waren die Briten zu spät dran. Blitzkrieg halfen mit direkt zwei Kurz-Gigs aus, um die im Regen frierende Zuschauerschar zu bespaßen. Müde und durchnässt hab ich mich letztlich auch die Koje begeben, bevor der Gig losging – die einzige verpasste Band, über die ich mich nun wirklich ärgere.

La Vida Loca

Das Rundherum war wie gewohnt Günstige Preise, überschaubares Gelände, wenig bis kein Event-Publikum – genau so, wie man’s mag. Man sieht sich 2016!