Geocaching: Das erste Mal

Geo­caching ist eine Art inter­na­tio­nale Schnit­zel­jagd, bei der kleine Schätze“ ver­steckt und deren Stand­punkte im Inter­net publi­ziert werden. Mit­tels GPS sucht man diese soge­nann­ten Caches“, die in der Regel ein klei­nes Log­buch ent­hal­ten, in dem sich der Finder ver­ewi­gen kann. Anschlie­ßend loggt“ man seinen Fund auch noch online. Für wei­tere Details ver­weise ich ein­fach mal auf Wiki­pe­dia.

Worauf dieser Bei­trag näm­lich abzielt ist fol­gen­des: Ich habe heute meine ersten Geo­caches gesucht und gefun­den!

Als Werk­zeuge dien­ten mir mein Handy (Nokia 6300, die fol­gen­den Fotos sind mit eben­die­sem Gerät ent­stan­den), ein güns­ti­ger GPS-Emp­fän­ger, das J2ME(Java Plat­form, Micro Edition)-Programm Trek­Buddy, sowie Karten-Mate­rial von Google Maps und Open­Street­Map.

Für eine klei­nen Rad­tour in Rich­tung des Schloss Got­torf in Schles­wig wählte ich vier ent­spre­chend gele­gene Geo­caches bei geo​caching​.com aus. Von den Nut­zungs­be­din­gen her gefällt mir die Seite open​caching​.de deut­lich besser – dieser Dienst ist für alle Benut­zer kos­ten­los, listet jedoch deut­lich weni­ger Geo­caches als das große Vor­bild.

Gestar­tet habe ich mit Cache mit Aus­sicht I: Die Schlei„ (GC18TQN, der an einem Rast­platz an der Bun­de­straße direkt am Ost­seef­jord Schlei liegt.

Es hat sicher eine Vier­tel­stunde gedau­ert, bis ich die Kunst­stoff­dose gefun­den habe, deren Ver­steck zusätz­lich durch einen ROT13-kodier­ten Hin­weis eini­ger­ma­ßen genau beschrie­ben war. Gerade als ich mich umdrehte, um etwas ent­täuscht zum nächs­ten Cache wei­ter­zu­fah­ren, fiel mir eine Ecke des Behäl­ters auf. Glück­li­cher­weise stehen in der Nähe ein paar Sitz­bänke, sodass ich mir den Inhalt in Ruhe anse­hen konnte. Neben aller­lei Tausch­ge­gen­stän­den fand ich ein prall gefüll­tes Log­büch­lein, in das ich mich sogleich ein­trug und ein biss­chen darin stö­berte.

Bei­spiel­haf­ter Behäl­ter mit typi­schem Inhalt

Weiter ging es mit Micro­welle Schles­wig: Hinter Schloss Got­torf„ (GC1C­QHM, das mich zu einem ver­steck­ten Winkel der Schloss­in­sel brachte. Hier gab es eine Film­dose zu finden, in der sich einige anein­an­der­ge­ta­ckerte Papier­strei­fen fanden, die als Log genutzt werden. Hier trägt man Ledig­lich seinen Namen oder Pseud­onym, sowie den Zeit­punkt des Fin­dens ein. Platz für Kom­men­tare gibt es nicht, damit sich statt­des­sen mög­lichst viele Geo­cacher ein­tra­gen können.

Eigent­lich war jetzt Bei den Was­ser­schlan­gen“ (GC1C5G7 direkt hinter dem Schloss an der Reihe, doch hier tüm­mel­ten sich bei dem schö­nen Wetter zu viele nicht-spie­lende Men­schen („Mugg­les“ genannt), die den Geo­cache lieber nicht finden sollen, da dieses dann ver­schwin­den oder beschä­digt werden könnte.

Also ging es weiter in den nahe­ge­le­ge­nen Wald zu Peng Peng (Lost place)“ (GC1C78T, der mich zu den Über­res­ten eines Schieß­stan­des führen sollte, der laut Cache-Beschrei­bung wohl zuletzt im Zwei­ten Welt­krieg genutzt wurde. Übrig geblie­ben sind nur Über­reste von Mauern und Stahl­be­ton, stark mit Moos über­wu­chert.

Den Cache konnte ich hier leider nicht finden, zumal viel Vor­sicht wegen her­vor­ste­hen­der Stahl­teile und Stol­per­stei­nen gebo­ten war. Inzwi­schen habe ich jedoch geschum­melt“ und mir die genaue Lage des Geo­caches auf der Beschrei­bungs­seite ange­se­hen. Wenn ich das nächste mal auf der Ecke bin, werde ich mein Glück neu ver­su­chen. Und ein span­nen­der Ort war es trotz­dem, den ich ohne die Koor­di­na­ten sicher nie gefun­den hätte!

Auf dem Rück­weg ver­suchte ich mein Glück erneut bei den Was­ser­schlan­gen und war­tete einen mugg­le­freien Augen­blick ab. Auch hier ver­steckte sich eine Film­dose, in dessen Log-Zettel sich schon viele Geo­cacher ein­ge­tra­gen haben.

Vier Geo­caches gesucht, drei gefun­den – mit der Quote kann ich leben. Ich freue mich schon auf den nächs­ten Aus­flug! :-)

Web­links:

  • Wiki­pe­dia über Geo­caching
  • Geo​caching​.com – inter­na­tio­na­les Geo­caching-Portal, einige Funk­tio­nen erfor­dern einen kos­ten­pflich­ti­gen Pre­mium-Account
  • Open​caching​.de – deutsch­spra­chi­ges Geo­caching-Portal, alle funk­tio­nen sind kos­ten­los nutz­bar
  • Cache­Wiki – deutsch­spra­chi­ges Wiki zum Thema Geo­caching
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~andwil

Geek aus Kiel. tobt sich hier vor allem über den Open-Source-Kosmos im Allgemeinen (und Linux im Speziellen) sowie Heavy Metal aus.