Geocaching: Das erste Mal

17. April 2010 | #geocaching #gps

Geocaching ist eine Art internationale Schnitzeljagd, bei der kleine „Schätze“ versteckt und deren Standpunkte im Internet publiziert werden. Mittels GPS sucht man diese sogenannten Caches, die in der Regel ein kleines Logbuch enthalten, in dem sich der Finder verewigen kann. Anschließend loggt man seinen Fund zusätzlich online. Für weitere Details verweise ich einfach mal auf Wikipedia.

Worauf dieser Beitrag nämlich abzielt ist folgendes: Ich habe heute meine ersten Geocaches gesucht und gefunden!

Als Werkzeuge dienten mir mein Handy (Nokia 6300; die folgenden Fotos sind mit ebendiesem Gerät entstanden), ein günstiger GPS-Empfänger, das J2ME-Programm TrekBuddy, sowie Karten-Material von Google Maps und OpenStreetMap.

Für eine kleinen Radtour in Richtung des Schloss Gottorf in Schleswig wählte ich vier entsprechend gelegene Geocaches bei geocaching.com aus. Von den Nutzungsbedingen her gefällt mir die Seite opencaching.de deutlich besser – dieser Dienst ist für alle Benutzer kostenlos, listet jedoch deutlich weniger Geocaches als das kommerzielle Vorbild.

Gestartet habe ich mit „Cache mit Aussicht I: Die Schlei" (GC18TQN, der an einem Rastplatz an der Bundestraße direkt am Ostseefjord Schlei liegt.

Es hat sicher eine Viertelstunde gedauert, bis ich die Kunststoffdose gefunden habe, deren Versteck zusätzlich durch einen ROT13-kodierten Hinweis einigermaßen genau beschrieben war. Gerade als ich mich umdrehte, um etwas enttäuscht weiterzufahren, fiel mir jedoch eine Ecke des Behälters auf. Glücklicherweise stehen in der Nähe ein paar Sitzbänke, sodass ich mir den Inhalt in Ruhe ansehen konnte. Neben allerlei Tauschgegenständen fand ich ein prall gefülltes Logbüchlein, in das ich mich sogleich eintrug und ein bisschen darin stöberte.

Foto eines Geocaches

Beispielhafter Behälter mit typischem Inhalt

Weiter ging es mit „Microwelle Schleswig: Hinter Schloss Gottorf" (GC1CQHM, das mich zu einem versteckten Winkel der Schlossinsel brachte. Hier gab es eine Filmdose zu finden, in der sich einige aneinandergetackerte Papierstreifen fanden, die als Log genutzt werden. Hier trägt man lediglich seinen Namen oder Pseudonym, sowie den Zeitpunkt des Findens ein. Platz für Kommentare gibt es nicht, damit sich stattdessen möglichst viele Geocacher eintragen können.

Eigentlich war jetzt „Bei den Wasserschlangen" (GC1C5G7) direkt hinter dem Schloss an der Reihe, doch hier tümmelten sich bei dem schönen Wetter zu viele nicht-spielende Menschen („Muggles" genannt), die den Geocache lieber nicht finden sollen, um ein ungewolltes Verschwinden der Dose zu vermeiden.

Also ging es weiter in den nahegelegenen Wald zu „Peng Peng (Lost place)" (GC1C78T, der mich zu den Überresten eines Schießstandes führen sollte, der laut Cache-Beschreibung wohl zuletzt im Zweiten Weltkrieg genutzt wurde. Übrig geblieben sind nur Überreste von Mauern und Stahlbeton, stark mit Moos überwuchert.

Foto der Ruine eines alten Schießstandes

Den Cache konnte ich hier leider nicht finden, zumal viel Vorsicht wegen hervorstehender Stahlteile und Stolpersteinen geboten war. Inzwischen habe ich jedoch „geschummelt" und mir die genaue Lage des Geocaches auf der Beschreibungsseite angesehen. Wenn ich das nächste mal auf der Ecke bin, werde ich mein Glück neu versuchen. Und ein spannender Ort war es trotzdem, den ich ohne die Koordinaten sicher nie gefunden hätte!

Auf dem Rückweg versuchte ich mein Glück erneut bei den Wasserschlangen und wartete einen mugglefreien Augenblick ab. Auch hier versteckte sich eine Filmdose, in dessen Log-Zettel sich schon viele Geocacher eingetragen haben.

Vier Geocaches gesucht, drei gefunden – mit der Quote kann ich leben. Ich freue mich schon auf den nächsten Ausflug! :-)

Weblinks:

  • Wikipedia über Geocaching
  • Geocaching.com -- internationales Geocaching-Portal, einige Funktionen erfordern einen kostenpflichtigen Premium-Account
  • Opencaching.de -- deutschsprachiges Geocaching-Portal, alle funktionen sind kostenlos nutzbar
  • CacheWiki -- deutschsprachiges Wiki zum Thema Geocaching

Titelfoto von Martin Lostak auf Unsplash