Debian: Paket-Upgrades zurückhalten

15. November 2018 | #linux #debian #apt

Verdammte Kiste, ich kann's mir einfach nicht merken. Daher jetzt ein Blog-Artikel als Merkhilfe:

Wer den Testing- oder Unstable-Zweig von Debian nutzt, hat womöglich schon die Erfahrung gemacht, dass ein System-Upgrade kaputte Paketversionen ins System spült. Das sorgt für kleine oder auch ernstere Bugs. Die Best Practices empfehlen daher unter anderem, die Pakete apt-listbugs und apt-listchanges zu installieren. Diese spucken im Fall der Fälle Informationen über kritische Fehler oder weitreichende Änderungen aus.

Doch was tun, wenn beim Upgrade die Warnung vor einem kritischem Bug aufploppt? Das betroffene Paket für eine Weile auf hold setzen ist eine Maßnahme – das Paket wird fortan von Upgrades ausgeschlossen. Das sollte natürlich kein Dauerzustand werden, da manche Pakete bekanntlich einen Rattenschwanz an Abhängigkeiten haben. Aber um die Zeit bis zum Bugfix zu überbrücken, ist ein Hold ein praktikabler Weg. Die folgende Anleitung sollte sich genau so für Ubuntu eignen:

Pakete aus Upgrades ausschließen

Um ein Paket fortan von Upgrade auszuschließen (vulgo: „auf hold setzen“), genügt folgender Befehl:

$ sudo apt-mark hold $PAKETNAME1 $PAKETNAME2 …

Ausgeschlossene Pakete auflisten

Will man wissen, welche Pakete gerade auf hold gesetzt sind:

$ apt-mark showhold

Pakete wieder in Upgrades einschließen

Um ein ausgeschlossene Paket wieder in zukünftige Aktualisierungen einzuschließen:

$ sudo apt-mark unhold $PAKETNAME1 $PAKETNAME2 …

(Quelle)