Bautagebuch: Spatenstich đŸ’ȘđŸ»

Endlich geht's los: schweres GerĂ€t rĂŒckt an, der Baugrund wird vorbereitet.

24. Oktober 2020 | #hausbau #bautagebuch #hausbau-erdarbeiten

Es tut sich was beim Projekt Hausbau: Nachdem inzwischen zahlreiche Rechnungen bezahlt wurden (bisher sind neben dem GrundstĂŒckskaufpreis allein 15.000 Euro fĂŒr Steuern und andere Nebenkosten angefallen 😐) ist gestern endlich Erde bewegt worden.

GegenĂŒber der ursprĂŒnglichen Planung zwar einen knappen Monat spĂ€ter, aber immerhin. Ursache fĂŒr den Verzug war neben der langen Bearbeitungszeit des Bauantrags (immerhin 9,5 Wochen) das Ergebnis unseres Bodengutachtens:

Nun sind die meisten HĂ€user in unserem Bekanntenkreis ohne Bodengutachten (und ohne Probleme) errichtet worden. Aber da wir nunmal Laien sind und uns gleich von mehreren Baufirmen geraten wurde, unbedingt ein solches Gutachten erstellen zu lassen, sind wir auf Nummer sicher gegangen. Und siehe da, eine weiche Lehmschicht zieht sich ab 50 cm Tiefe quer durch unsere Bauparzelle, die wir wĂ€hrend der Erdbarbeiten wohl nicht bemerkt hĂ€tten. Der Gutachter empfahl uns zwei Handlungsoptionen:

  1. den Boden der gesamten GebĂ€udeflĂ€che bis in anderthalb Meter Tiefe abtragen und mit Kies verfĂŒllen
  2. in den kritischen Bereichen entsprechend tief grĂŒnden, also einen stellenweise deutlich tieferes Betonfundament erstellen

Beides nicht prickelnd, aber nach Absprache mit dem Statiker und der ausfĂŒhrenden Baufirma scheint Variante 2 die bessere zu sein.

So musste gestern also vergleichsweise wenig Erdreich bewegt werden, aber dennoch: alle „SchlĂŒsselfertig-Anbieter“, von denen wir uns in der Planungsphase Angebote hatten erstellen lassen, hĂ€tten uns den Bodenaustausch ab >30cm in Rechnung gestellt. Selbst auf unserer flachen Wiese wĂ€ren da auf jeden Fall Mehrkosten auf uns zugekommen.

Zum GlĂŒck ist aber ein alter Schulfreund vom Fach und bot uns seine tatkrĂ€ftige UnterstĂŒtzung an: Maschinen mieten, Sattelschlepper zum Abtransport des Aushubs und Anlieferung von FĂŒllkies bestellen. Und los ging's!

Vorher. Tausche grĂŒne wiese gegen braunes Schlachtfeld Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrp! (Das kann sogar der Bauherr. 😅) Nachher. (Nettes Detail: hinten rechts wurde schon das erste Richtfest gefeiert.)

WĂ€hrend der Autor dieser Zeilen nur ab und zu mit der Nivellierlatte assistierte, hatte der Mann im Bagger deutlich mehr zu tun, um im strammen Takt der anrollenden Laster mitzuhalten. Drei halbvolle Container FĂŒllkies spĂ€ter sieht es schon weniger nach gepflĂŒgtem Acker aus: die Umrisse von Garage und natĂŒrlich dem Friesengiebel lassen erahnen, wohin die Reise geht!

Als nĂ€chstes rĂŒckt die Baufirma an, um die Fundamentarbeiten durchzufĂŒhren. Wir sind gespannt!