Bautagebuch: Innenausbau und endlich einziehen!

2. September 2021 | #hausbau #bautagebuch #bautagebuch-innenausbau

Nach längerer Abstinenz kommt hier mal wieder ein Update. Denn irgendwie war unser Motivationsakku in der Zwischenzeit ziemlich leer, aber: wir sind drin, alles hat super geklappt und dementsprechend glücklich sind wir. Aber der Reihe nach:

Innenausbau: Wände und Böden

Denn vor dem Umzug stand noch ein großes Stück Arbeit vor uns: Decken und Wände streichen und die (nicht gefliesten) Fußböden fertigstellen. Beides wollten wir in Eigenleistung angehen, aber ohne tatkräftige Unterstützung wären wir nicht weit gekommen.

Gerade das Vorbereiten der Betondecke erfordert ein gewisses Maß an Erfahrung, um eine ebene Oberfläche zu erzielen. Und noch schlimmer ist es natürlich im Obergeschoss, wo sämtliche Rigips-Fugen verspachtelt und geschliffen werden müssen, bevor Grundierung und Deckenvlies draufkommen. Und dann noch mal schier drüber­gestrichen werden muss. Natürlich war uns klar, dass all das erledigt werden muss, aber nach einigen Samstagen merkten wir schnell, dass wir so nicht weit kommen. Nachdem also wochenlang auch der Sonntag durchgearbeitet wurde und wir zwei Wochen vor dem Einzug Urlaub hatten und fast täglich vor Ort waren, war langsam Land in Sicht.

Der Flur im Obergeschoss mit Treppenloch Das Kinderzimmer vor den Malerarbeiten … und danach. Das Grün ist noch feucht, so fleckig ist es nicht geblieben. 😉 Die schöne neue Küche verschwand vorerst unter Planen.

Bei den Fußböden konnten wir hingegen schnell gute Ergebnisse erzielen. Wir entschieden uns, alle nicht gefliesten Bereiche mit Klick-Vinyl auszustatten, was nach etwas Eingewöhnung (zum Üben am besten nicht mit dem kleinsten Zimmer anfangen 😅) ziemlich Spaß gemacht hat. Wir sind gespannt, wie sich der Boden auf Dauer schlägt, aber bisher scheint er sehr robust zu sein.

Ein paar Baustellen blieben zunächst (Fußleisten, Türschwellen, Streichen der Fenster­laibungen, …), doch die Zeit drängte: die Wohnung war gekündigt und wir mussten dringend packen.

Endlich einziehen 🏡

Eine Wohnung im vierten Stock, 80 prall gefüllte Umzugskartons und mittendrin ein drei Monate altes Baby – das ist nichts, was man mal mit ein paar Freunden und einem VW-Bus erledigt. Wir sind heilfroh, uns für ein Umzugsunternehmen entschieden zu haben: von zwei lokalen Unternehmen ließen wir uns nach jeweils einer kurzen Wohnungs­begehung ein Angebot erstellen (in beiden Fällen hatten Bekannte vorab positive Erfahrungen gemacht). Inklusive Miet-Kartons, die uns bis vor die Wohnungstür geliefert wurden, sind wir preislich mit ungefähr zwei Kaltmieten ausgekommen. Die Truppe war gut eingespielt, hat sauber und zügig gearbeitet und unsere Mietkaution war damit super re-investiert.

Wenn die Wohnung voll ist, müssen die Umzugskartons ins Treppenhaus ausgelagert werden. 🐑 Der grüne Teppich ist ausgerollt: hat sich super bewährt, um nicht zu viel Sand ins Haus (und auf die neuen Fußböden) zu tragen. Tausche Maler-Folie gegen Umzugskartons Während drinnen das Chaos steigt, nimmt zumindest die Man&nbsp;Cave (a.k.a. Garage) Gestalt an. 😅 Einen gefälligen Badezimmerspiegel hatten wir auch nicht rechtzeitig gefunden. 🙈 Feierabend! (schmackhaftes Mitbringsel aus unserem <a href="/weblog/schottland-2019">Schottland-Urlaub 2019</a>)

Nachdem das Verfrachten aller Kartons und Möbel in zwei Kleinlaster immerhin drei Stunden in Anspruch genommen hat, wurde der Krempel binnen einer Stunde komplett ins Haus verfrachtet. Nichts ist zu bruch gegangen und alles ist im richtigen Raum gelandet. Genug zu tun gab's für uns natürlich trotzdem und noch immer sind nicht alle Kartons leer, aber die ersten ruhigen Nächte im Eigenheim entschädigen für all den Stress der letzten Wochen und Monate. Allein die Ruhe verglichen zu unserer Stadtwohnung, die sich ihre gute Lage aber eben mit der Hauptfeuerwache und einer rumpeligen Kopfsteinpflaster­straße teilte, ist gold wert.

Wohnzimmer: Wände und Decke bereit für den finalen Anstrich. Wände und Fußböden sind fertig. Zwei Wochen später mitsamt Möbeln und Zimmertüren

Mehr Baustellen

Kleine Details wie Zimmertüren fehlten zunächst (na gut, zumindest wenigstens die Bäder hatten Türen 😅), aber alle größeren Baustellen sind mittlerweile abgeschlossen. Genügend kleine Herausforderungen bleiben: in der Garage fehlen Elektroinstallationen, Tor und Gründach, im Haus lassen Kaminofen und einige Möbelstücke noch auf sich warten, bzw. müssen noch ausgesucht werden. Und an die Erstellung des Gartens und der übrigen Außenanlagen ist noch gar nicht zu denken. Und so wird das Bautagebuch sicher noch eine Weile fortgesetzt werden.