Bautagebuch: Fundament und Sohle

26. November 2020 | #hausbau #hausbau-gruendung #bautagebuch #hausbau-verblender

Nachdem beim Ausheben der Baugrube der goldene Herbst seinem Namen noch alle Ehre machte, wechselte das Wetter in der Zwischenzeit in Richtung (Beton-)grau. Womit wir beim Thema sind:

Wie bei Einfamilienhäusern ziemlich üblich, wird unser Haus auf Streifenfundamenten gegründet. Das heißt, dass unter jeder tragenden Wand zunächst ein schmaler Schacht ausgehoben wird; in diesen wird Stahlgeflecht als Bewehrung eingelassen und letztlich in Beton eingegossen. In der Praxis sieht das auch etwas spektakulärer aus als auf dem Papier:

Mit langem Rüssel werden die Fundamente gegossen.

Maße und Grad der Bewehrung hängen von der Tragfähigkeit des Bodens ab und da haben wir mit dem typisch holsteinischen Lehmboden keinen Glücksgriff gelandet: in den kritischen Bereichen musste tiefer ins Erdreich (und im Geldbeutel 😉) gegraben werden, um einen sicheren Stand zu gewährleisten. Das ist jedenfalls das Fazit von Bodengutachter und Statiker, für dessen Begründung viele Bäume ihr Leben lassen mussten. Ich will nicht ins Detail gehen, aber wir waren überrascht, wie viel Planung in der Hausgründung steckt – und wie viel Zeit diese in Anspruch nimmt.

Wichtig ist aber, dass es gut zwei Wochen nach dem Spatenstich endlich weiterging. Und dann auch Schlag auf Schlag, jedenfalls wurde noch in der selben Woche auch die Sohle gegossen und damit ein wichtiger Meilenstein genommen. Die Mehrspatenhauseinführung steht, Schmutzwasserschächte sind gelegt, jetzt kann das Haus Gestalt annehmen.

Einen Tag später kann man unser neues Zuhause schon erahnen: die Sohle von Garage (sah auf dem Papier irgendwie kleiner aus 😅) und Friesenhaus.

Stand heute stehen leider noch keine Wände, aber nächste Woche geht's weiter. Und nett ist auch, dass der Verblender, den wir uns schon im Sommer ausgesucht hatten, schon mal angeliefert wurde. Auf den Paletten sieht er etwas bunter aus als gedacht – aber lassen wir uns mal überraschen!