Bautagebuch: Fenster und Haustür

22. Juni 2021 | #bautagebuch #hausbau #hausbau-rohbau #hausbau-fenster-türen

Eigentlich wollte ich mit diesem Beitrag noch warten, bis der Blick auf die Fassade nicht mehr von Kieshaufen, Holzresten und Baumaschinen verdeckt ist und ich schöne(-re) Fotos machen kann. In den letzten Wochen hat sich aber kein einziges Zeitfenster ergeben, in dem nicht irgendwelcher Krempel vorm Haus lag – zuletzt Rohre und Kiesel für die Ringdrainage. 😅 Aber weil ich das zuletzt schon angeteaserte Thema endlich noch mal vertiefen wollte, geht es heute eben doch schon um …


Viele Fenster und eine Haustür

Schon bei der ganz anfänglichen Spinnerei über unser (damals noch hypothetisches) Traumhaus stand fest, dass die Fenster weiße Sprossen haben müssen. Und auch dunkel­grüne Fensterrahmen hatten wir irgendwo mal gesehen und auf der Stelle beschlossen, dass es bei uns ganz genau so werden soll. Letztlich wurden wurden unsere Wünsche so auch schon in der ersten Planung berücksichtigt. Und dann passiert in Sachen Fenstern erstmal lange gar nichts.

Denn bestellt wird erst, wenn der Rohbau mitsamt Fensterlöchern steht und überall Maß genommen werden kann. Das ist gängige Praxis, weil sichergestellt ist, dass die Fenster hinterher auch wirklich passen – andersherum müssten die Maurer millimetergenau arbeiten und das klappt wohl nicht immer so gut. 😇 Blöd in dem Zusammenhang ist nur, wenn Bau­boom und Werkstoffmangel die Lieferzeiten für Fenster in die Höhe schießen lassen und deshalb wochenlang auf dem Bau nicht viel passiert – zumal unsere Rohbau­phase mitten im Winter lag und es ohne Fenster natürlich bös zugig war.

Noch ’ne Schwierigkeit: Mitten im Corona-Lockdown eine Haustür aussuchen. Immerhin hat unser favorisierter Fachhändler extra für uns aufgeschlossen und ließ uns durch die ansonsten menschenleere Ausstellungshalle schlendern. Und tatsächlich fanden wir eine doppelflügelige Tür, die unseren Vorstellungen entsprach und sich inklusive Glasausschnitt, Farbgebung und Griff gemäß unseren Wünschen individualisieren ließ.

Teurer, aber noch schöner wäre natürlich eine Holztür gewesen, aber unsere Kunststofftür ist in Sachen Wärmeschutz auf dem Stand der Technik und gut ausgestattet mit Automatikschloss (nur eine Schlüsselumdrehung zum vollständigen Verschließen notwendig) und satten zehn (Bohr­mulden-)Schlüsseln. Das passt also schon.

Anlieferung der Fenster Pünktlich zum 30. Geburtstag der Bauherrin war es vorbei mit den vernagelten Fensterlöchern.

Im April wurden die Fenster letztlich angeliefert und wie schon im letzten Eintrag angerissen stand der Einbau in Eigenleistung an Hannahs 30. Geburtstag an. Sicherlich nicht die schönste Art, diesen Tag verbringen, aber andererseits ging dank Kontaktbeschränkungen ohnehin nicht viel mehr und wir haben das beste draus gemacht. Ein guter Freund ist vom Fach und so wurden in einer Hauruck-Aktion alle Fenster und samt Haus- und Nebeneingangstür an nur einem Samstag eingebaut. Gefehlt haben an dem Abend nur noch die Sohlbänke, die die Maurer kurz darauf als Klinker-Rollschichten fertiggestellt haben.

Mit dem Ergebnis sind wir super zufrieden. Und was vielleicht nicht jeder auf dem ersten Blick sieht: für Vorder- und Rückseite entschieden wir uns kurz vor Toreschluss für jeweils unterschiedliche Sprossen. Eigentlich wollten wir für alle Fenster sechs Fensterfelder haben, also eine senkrechte und zwei waagerecht Unterteilungen. Vorne sieht das super harmonisch aus, weil alle Fensterflügel dieselbe Breite haben. Auf den anderen Seiten haben wir aufgrund der Raumaufteilungen allerdings viele unterschiedliche Fenstergrößen, so dass die Sprossen dort in jedem Fensterflügel andere Seitenverhältnisse hätten und die Fassadenansicht damit sehr unruhig geworden wäre. Als Alternative entschieden wir uns für die Hinter- und Giebelseite für jeweils drei bzw. vier kleine obenliegende Felder. Und weil wir nicht so gerne Fenster putzen, sind natürlich alle Sprossen innenliegend, befinden sich also eingekapselt zwischen den Gläsern.

Fenster vorne mit sechs Glasausschnitten, noch ohne Sohlbank. Fenster hinten und an den Giebelseiten mit drei Glasausschnitten. Blick auf die Rückansicht mitsamt Terrassentür Vorderansicht, ebenfalls noch ohne Rollschichten unter den Fenstern. … und noch mal ohne Folie und mit fertig gemauerten Sohlbänken.

Passend zu den tannengrünen Fensterrahmen haben wir mittlerweile auch Außenlampen, Briefkasten und ein Klingelschild besorgt. Diesen Kleinigkeiten will ich aber wieder einen eigenen Beitrag widmen. 😋