Bautagebuch: Fassade und Dach

8. April 2021 | #bautagebuch #hausbau #hausbau-rohbau #hausbau-dach

Im letzten Bautagebuch-Posting bestanden noch alle Wände aus weißem Ytong – das ist nun nicht mehr so, das Verblendmauerwerk steht!

Jede Menge Steine …

Den Verblender hatten wir ja bereits im Sommer ausgewählt und sind dabei ein kleines Wagnis eingegangen: wir entschieden uns für einen Stein, zu dem der Fachhändler noch kein Referenzhaus in seiner Datenbank hatte. Die kleine Mustertafel gefiel uns in der Ausstellung aber so gut, dass wir zuschlugen – wobei der Risiko-Sonderpreis natürlich auch seinen Charme hatte. 😉

Mit den ersten Frühlingssonnenstrahlen wurde die südliche Giebelseite verklinkert Rückseite mit frisch gedecktem Dach.

Ein halbes Jahr später legten die Maurer letztlich los, die Fassade zu verblenden. Und damit hatten auch die beiden Sonderanfertigungen, die wir bei einem befreundeten Steinmetz in Auftrag gaben, endlich ihren großen Auftritt: der Jahresstein für den Frontgiebel und eine steinerne Hausnummer.

… und Details 🤩

Damit der 2021-Jahresstein im Mauerwerk angemessen zur Geltung kommt, einigten wir uns mit den Handwerkern darauf, ihn mit einer Binderschicht einzurahmen; das ist eine Klinkerschicht, bei der die Stirnseite der Steine jeweils nach vorne gedreht ist. Zusätzlich stehen diese Steine jetzt eine Zollstockbreite aus der restlichen Fassade hervor.

Ich hatte den Jahresstein auf meiner (ziemlich lausigen) Handskizze so bemaßt, dass er eine Höhe von ziemlich genau drei Steinschichten und zwei Fugenbreiten hat; das scheint ganz gut gepasst zu haben. Die quadratische Hausnummer ist zwei Schichten und eine Fugenbreite hoch und damit groß genug, um von der Straße aus gut gelesen werden zu können. Sie ist einfach bündig im übrigen Verblend­mauerwerk integriert.

Als weitere Zierelemente hatten wir ein Friesenband über der doppelflügeligen Haustür in Auftrag gegeben, sowie die Giebelohren, wie wir sie uns von Anfang an gewünscht hatten. Auch wenn wir befürchteten, dass alle Details zusammen etwas zu viel des Guten sein könnten, sind wir mit dem Ergebnis total zufrieden.

Der Klinker heißt übrigens Gemini HV EF / DR107B, hat Waaldickformat (WDF) und stammt vom niederländischen Hersteller Rijswaard Baksteen. Und offensichtlich ist der Stein in natura viel rötlicher (und weniger gelb/braun) als die Herstellerseite vermuten lässt.

Eingemauerte Hausnummer Die Fassade mitsamt Jahresstein, Zierband und Giebelohren … und jeder Menge herumliegendem Krempel. 😅 Details der frisch verblendeten Fassade

Das Dach ist eingedeckt

Auch der Dachstuhl steht nicht mehr nackig da: das Dach ist anthrazit eingedeckt und mit weißen Stirnbrettern und Unterschlägen versehen. Um dem Bebauungsplan gerecht zu werden (der verbietet hochglänzende Dachsteine) und trotzdem keinen Ideal-Nährboden für Moose und Flechten zu bieten, entschieden wir uns für eine „seidenmatte“ Oberfläche. Mal sehen, wie das langfristig aussieht.

Das Dach war ansonsten so schnell fertig, dass ich hier gar nicht viel zur Entstehung festhalten kann.

Zwischenstand: der noch unverblendete Frontgiebel Wo noch das Materiallager ist, soll bald das Wohnzimmer entstehen. Auch das Flachdach der Garage ist mittlerweile dicht. Das Verlenden der Garage erfolgte in Eigenleistung; mein Schwiegervater hat uns als kleines Schmankerl noch eine Konsole gebaut, auf der sicherlich bald etwas Grünzeug platznehmen wird. „Gemini“-Stein aus der Nähe – und der erste Blumentopf. 😉 Noch ein Blick auf den verblendeten Rohbau Die ersten Nachbarn sind da: Belted Galloways kümmern sich auf der Ausgleichsfläche nebenan um die Landschaftspflege.

Zur Zeit warten wir sehnsüchtig auf die Fenster und Haustüren, damit der Estrich kommen kann. Statt ursprünglich geplanten fünf Wochen Lieferzeit müssen wir uns mit neun Wochen arrangieren. Um einen Monat Stillstand abzuwenden, konnten wir zum Glück die Heizungsbauer und Elektriker dazu bewegen, im offenen Rohbau zu arbeiten. Um die Arbeit etwas erträglicher zu machen, sind nun alle Fensteröffnungen provisorisch mit Kunststoffplanen verschlossen, ein großer Heizstrahler steht bereit und natürlich ist für Snacks und Heißgetränke gesorgt.

Achja, und dann ist zur Zeit auch ein handgefertigtes Prozellan-Klingelschild für uns in Arbeit. Fortsetzung folgt also!